Sep 201123
tonalrausch und Ensemble quartonal lösen in Weimar ihr Finalticket // Jugend kulturell Förderpreis
Die zweite Vorentscheidung in Weimar endete mit einer faustdicken Überraschung: Gleich zwei Gruppen haben den ersten Platz der Jury belegt. 700 begeisterte Zuschauer erlebten in der Weimarhalle einen musikalisch vielfältigen und ereignisreichen Abend.
Im Congress Centrum Neue Weimarhalle, kurz und einfach nur „Weimarhalle“ genannt, fand sie also statt, die zweite Vorentscheidung zum Jugend kulturell Förderpreis 2011 "A Cappella". Vier Gruppen waren am 21. September dabei, die dem Publikum eine glanzvolle Show boten: Wireless, Ensemble quartonal, FourTune und die Lokalmatadoren von tonalrausch. Zu Beginn begrüßte Lutz Diederichs, Mitglied des Vorstands der HypoVereinsbank, die Gäste in der nahezu ausgebuchten Konzerthalle.
Und dann ging es auch schon los: Wireless fanden mit einfallsreichen Texten und einer actiongeladenen Choreographie schnell den Draht zum Publikum. Spätestens beim Eurovision-Song-Contest-Medley wurde allen klar: Diese Jungs haben mit ihrer Show die Bühne für sich gepachtet.
Das Ensemble quartonal war dann sozusagen das Kontrastprogramm: Vier junge Herren – schwarze Anzüge, weiße Hemden, in gerader Reihe stehend begannen sie mit ihrem klassischen A-cappella-Gesang. Mit feinem sprachlichem Witz und stimmlicher Brillanz brachte das Quartett aus der norddeutschen Provinz spätestens mit „What shall we do with the drunken sailor“ das Publikum zum Schunkeln.
Als dritte Gruppe rückten FourTune ins Rampenlicht. Die vier jungen Kölner hatten sich durch das Online-Voting für die Vorrunde qualifiziert. Sie brachten eine klangvolle Mischung aus je zwei Männer- und Frauenstimmen sowie musikalische Vielfalt mit – auf der Bühne ein absoluter Hingucker.
Zum Schluss betraten tonalrausch das Parkett. Das Quintett legte mit jazzig-bassigen Klängen und einer durchdachten Bühnenshow einen stimmungsreichen Auftritt hin. Bei der Ballade „Roads“ von Portishead zeigten die fünf ihr ganzes Können: Gänsehaut-Gefühl hatte sich bei diesem Song wohl bei jedem Zuschauer breitgemacht.
Nach den Auftritten folgte die Preisverleihung, doch die hatte es dieses Mal in sich. Jurymitglied Clemens Tewinkel verkündete die Überraschung: Gleich zwei Jury-Gewinner sollten an diesem Abend gekürt werden. Das Ensemble quartonal und tonalrausch setzten sich gegen ihre Mitstreiter durch und ziehen ins Finale ein. Das Ensemble quartonal überzeugte die Jury mit „ausgefeilten, wunderschönen klassischen Gesang“, tonalrausch punktete mit einem „abwechslungsreichen und professionellen Gesamtauftritt“. Beide Gruppen erhalten das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro und das Ticket fürs Finale am 28. November in Hamburg. Darüber hinaus konnte tonalrausch auch den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis abräumen.
Wir vom Jugend-kulturell-Team bedanken uns bei allen Teilnehmern und Zuschauern für den fulminanten A-cappella-Abend in Weimar und sagen herzlichen Glückwunsch an die beiden Gewinner, tonalrausch und das Ensemble quartonal!
Und so geht es weiter:
tonalrausch und das Ensemble quartonal sowie JuiceBox., die sich bei der Berliner Vorentscheidung bereits qualifiziert hatten, treffen am 28. November 2011 beim Finale in Hamburg auf die jeweiligen Jurypreisträger der zwei folgenden Vorentscheidungen in Stuttgart (19.10.) und Münster (24.10.).
Auch alle anderen Wettbewerbsteilnehmer der Vorentscheidungen haben noch die Chance, per Wild Card von der Jury für das Finale nachnominiert zu werden.
Karten für das Finale am 28. November 2011 in Hamburg gibt es übrigens hier schon zu kaufen. Natürlich verlosen wir ab November auch wieder Karten über den Blog, unseren Newsletter und bei Facebook.
Text: Julian Boy, HVB
Fotos: Melanie Grande, www.grande-fotografie.de
3 Kommentare
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Lieber Bernd, lieber Heinz,
vielen Dank für eure Kommentare - der Dank für den tollen Abend gebührt natürlich den fabelhaften Ensembles. Mit dem Förderpreis suchen wir künstlerische Talente, die das Ziel und auch das Handwerkszeug dazu mitbringen, professionell die Bühnen zu bespielen. Die Jury bewertet die künstlerische Darbietung der Ensembles am Abend, unabhängig von Alter und sonstigen Erfolgen.
Über den Förderpreis hinaus fördert Jugend kulturell seit mittlerweile 30 Jahren Künstlerinnen und Künstler auch mit der bundesweiten Veranstaltungsreihe Jugend kulturell (siehe www.jugend-kulturell.de/posts/Jugend-kulturell-Veranstaltungsreihe) – und das sind nicht nur die Preisträger. Alle Vorentscheidungsteilnehmer profitieren auf vielfältige Weise von Auftritten im Rahmen des Wettbewerbs vor einem großen Publikum, der dazugehörigen Pressearbeit, dem Juryfeedback und den Netzwerkkontakten.
Neben Kultur engagiert sich die HypoVereinsbank in vielen gesellschaftlichen Bereichen wie etwa Umwelt, Soziales und Sport. Ganz ausdrücklich widmet sich die Bank auch besonders stark dem Bereich Nachhaltigkeit (siehe www.hvb.de/nachhaltigkeit).
Viele Grüße
vom Jugend-kulturell-Team -
Das war wirklich ein toller Abend. quartonal und tonalrausch sind schon Musikensembles mit Zukunft. Das der Zuschauerpreis an ein heimisches Ensemble geht, lässt sich wohl kaum vermeiden, ist aber akzeptabel.
Weiter so HVB, nach Kultur fördern vielleicht auch einmal Natur. Wie wichtig das ist, kann man überall nachlesen (http://www.boersensupergau.de/).
Also weiter so HVB auch mal in anderen Bereichen.
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Das war ein toller Abend!! Mit viel toller und perfekter Musik.
Der einzige Wehrmutstropfen der bleibt, ist die Frage nach dem "Jugend" in Jugend kulturell. Wenn die Gewinner des Abends die Bands sind, die schon voll im Leben stehen und teilweise schon weite Tourneen durch die Welt machen, stellt sich dem Zuschauer die Frage, wer hier eigentlich gefördert werden soll. Junge Nachwuchsbands, die noch ein großes Entwicklungspotential aufweisen, deshalb auch noch nicht in allen Bereichen (Intonation, perfekter Bühnenaufritt...) ausgereift sind scheinen leider hinten anzustehen.
Und das der Zuschauerpreis an die Band mit Heimspiel geht, schien auch schon im vorhinein klar. Unglückliche Konstellation für die anderen, von weit her angereisten, Bands.
Trotzdem Glückwunsch an die Gewinner!



